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Eindrücke

Wieder ist eine Woche seit dem letzten Eintrag vergangen - und eine Wochenendtour in den Bergen. Vielleicht wird der Jerv ja doch noch zur Gämse - oder er trifft zumindest mal eine. Es gab wieder eine Menge zu sehen und es war auch wieder sehr anstrengend, denn der Soltindan, der höchte Berg auf Ringvassøy ist eine harte Nuss. Wir sind denn auch nicht bis zum Gipfel gestiegen und haben trotzdem rund 12 Stunden für die Tour gebracht.

Außerdem habe ich den Umzug hinter mich gebracht. Der Jerv ist jetzt im Gästehaus der Uni in Campusnähe untergebracht und nicht mehr in einem Hotel im Zentrum.

Doch ich glaube es ist Zeit, mal ein paar kleinere norwegische Impressionen loszuwerden. Wie sieht der Alltag aus, was fällt auf, wenn man sich in Tromsø bewegt usw.

Das gravierendste an Norwegen sind wohl die Preise, denn die sind gesalzen. Gerade bezüglich Lebensmittel tut man gut daran, das deutsche Preisniveau etwa zu verdoppeln wobei einige Dinge sehr auffallen: Konserven scheinen generell sehr teuer zu sein, ebenso wie Obst und Gemüse. Am gravierendsten ist der Preisunterschied für den täglichen Bedarf jedoch beim Brot, für das man schnell mal umgerechnet vier Euro bezahlen kann.

Andererseits bekommt man alles und ich habe das Gefühl, dass die meisten Produkte auch besser sind als in Deutschland. Es gibt zwar auch Eigenmarken der Handelsketten aber die sind deutlich weniger präsent. Und Waren, die auch in Deutschland schon teuer sind wie z.B. Gewürze haben hier ein durchaus ähnliches Preisniveau wie in der Heimat. Dienstleistungen und Restaurantbesuche sind dagegen sehr teuer aber ich ziehe es sowieso vor, selbst zu kochen...

Im Sund zwischen Tromsøya und dem Festland war in den letzten Tagen reger Schiffsverkehr zu beobachten. Ganz besonders auffällig war dabei ein blaues, russisches Fischereischiff, das direkt neben dem hiesigen Eurospar vertäut liegt. Die Norweger äußerten die Vermutung, dass es von den Behörden aus irgendwelchen Gründen aufgegriffen und hier an die Kette gelegt wurde. Nichtsdestotrotz spuckt der Steuerbord-Schornstein gewaltige Wolken an blauem Dunst aus und ich habe den Eindruck, dass man die bis zur Uni riechen kann, wenn der Wind nur richtig steht. Am Samstagmorgen erzeugte das Schiff sogar eine Art Smog: Feine Dunstwölkchen, die in vielleicht hundert Meter Höhe wie Cirruswolken über dem Sund lagen.

Der Samstag hat mich denn mal zum Shoppen in die Stadt geführt, in der man - wie bereits mehrfach erwähnt - alles bekommt. Dabei scheinen aber kleinere Geschäfte über den mächtigen Ketten zu dominieren - zumindest bei z.B. Kleidung. Bei einer Gattung von Geschäften scheinen sich hier jedoch die Ketten sehr durchgesetzt zu haben. Was in Deutschland ein kleines Tabak- oder Zeitschriftengeschäft ist, ist in Norwegen Narvesen oder MIX. Es gibt geradezu unglaublich viele Filialen dieser beiden Ketten, die neben Tabak und Zeitschriften auch Snacks, Süßigkeiten und anderen Kleinkram führen.
14.8.10 17:46
 


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